Religion

Aus Nachhaltige Gesellschaft
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Röm.-Kath. Kirche St. Nikolaus in
Köln, Stadtteil Sülz-Klettenberg[1]


Weltreligionen

Die folgenden fünf existierenden Religionen werden im Allgemeinen als Weltreligionen bezeichnet (Anhänger nach Encyclopædia Britannica 2010):[2]

Trotz seines universellen Selbstverständnisses fällt das Judentum zahlenmäßig stark von den anderen hier genannten Weltreligionen ab. Während Christentum und Islam aktive Missionierung betreiben, findet dies im Judentum aus verschiedenen religions- und kulturgeschichtlichen Gründen nicht statt. Zugleich hat der jüdische Glaube aber eine große kulturprägende Bedeutung, da auch Christentum und Islam auf dem abrahamitischen Monotheismus aufbauen. Eine Konversion zur jüdischen Religion (Gijur) ist jedoch prinzipiell möglich. Auch im Buddhismus und Hinduismus gibt es keine aktive Missionierung. Im Hinduismus ist die Religion an eine enge Sozialstruktur gebunden (Kaste). Daher ist der Hinduismus trotz der hohen Anzahl der Gläubigen stark regional gebunden. Die religiöse Institutionalisierung ist im Hinduismus relativ wenig ausgeprägt.[2]

Handlungsbedarf der Röm.-Kath. Kirche

Vatikan: Papst diagnostiziert der Kurie "spirituelles Alzheimer"

Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsansprache vor der römischen Kurie am 22. Dezember 2014 die Verwaltungsspitze des Heiligen Stuhls deutlich kritisiert und Missstände angeprangert. Insgesamt listete der 78-Jährige statt freundlicher Grüße zum Weihnachtsfest "15 Krankheiten der Kurie" auf, die – so hoffe er – im kommenden Jahr beseitigt würden. Als Beispiele nannte er unter anderem "sich unsterblich fühlen", "mentale Erstarrung", "spirituelles Alzheimer" und den "Terrorismus des Geschwätzes". Er appellierte an die Kurie, "sich zu verbessern und in Gemeinschaft, Heiligkeit und Weisheit zu wachsen". Er rief die Geistlichen auf, zu beten, damit die "Wunden der Sünden, die alle von uns tragen, geheilt werden". Viele der Kardinäle nahmen die Rede mit versteinerten Mienen auf. Am Ende applaudierten sie nur zögerlich.

Franziskus kritisierte, viele Kirchenführer verlören die notwendige menschliche Empathie und würden anderen Menschen gegenüber gleichgültig. All jene, die Titel und Auszeichnung suchten und nur an sich selbst glaubten, litten an der "Krankheit der Rivalität und Eitelkeit". Auch die "Schizophrenie" derjenigen seiner Untergebenen, die ein Doppelleben führten, prangerte der Pontifex in seiner Ansprache an.[3]

Papst will verkrustete Strukturen in der Kirche aufbrechen

Über die Geschwätzigkeit der Kirchenführung "habe ich schon oft gesprochen, aber noch nicht genug", sagte der Papst. Die Krankheiten seien eine Gefahr für jeden Christen, aber sie zu benennen und sich dessen bewusst zu sein, sei bereits der erste Schritt zur Besserung, sagte Franziskus. Der Papst hatte zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, sich verstärkt gegen Armut zu wenden. Damit verbunden war Kritik am Wachstumsstreben der Weltwirtschaft und das Bestreben, verkrustete Strukturen in der Kirche aufzubrechen.[3]

Hut ab vor dem Mut und der Führungskompetenz von Papst Franziskus

Hut ab vor diesem großartigen Papst, der den Mut aufbringt, die Schwächen seiner eigenen Kirche so klar anzusprechen und damit auch hoffentlich den Beginn von notwendigen Reformprozessen[4] einzuleiten. Dieser Papst hat auch mit seiner Vermittlung bei der Beziehung USA-Kuba deutlich sichtbar seine hohe Führungskompetenz gezeigt. Er nützt die große Macht seiner Funktion als Papst, die bei der röm.-kath. Kirche schon lange notwendigen Reformprozesse anzugehen. Dies gibt vielen noch nicht aus der Kirche ausgetretenen Katholiken wieder Hoffnung, dass sich die lange Geduld mit der Kirche und das Vertrauen in die Reformfähigkeit der Kirche eines Tages doch noch lohnt.

Der Papst irrt mit seiner Kapitalismuskritik und hängt zu stark widerlegten marxistischen Thesen an

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Papst Franziskus, 30. Nov.2015 © Guiseppe Cacace/AFP/Getty Images[5]

Auf seinen Reisen in die USA und nach Lateinamerika hat sich Papst Franziskus im Herbst 2015 endgültig zum Führer einer globalen Bewegung aufgeschwungen, die gegen Ungleichheit kämpft. Was er sagt, ist nicht nur wahr, sondern wird auch durch Statistiken unterstützt: "Die Globalisierung stärkt weltweit den Wohlstand, aber sie führt auch zu einer wachsenden Ungleichheit und zu neuen Formen von Armut." Liest man aber seine Schriften, dann weist uns der Papst nicht in die richtige Richtung.[5]

Der Papst positioniert sich eher links, zumal wohl die Hälfte der Weltbevölkerung Sympathien für linke Anliegen hegt. Was zählt: Dieser Papst ist kein radikaler Doktrinär, sondern jemand, der sich "divergierenden Ansichten" in einer "aufrichtigen Debatte" stellt. Das ist eine Einladung, die wir annehmen müssen. Denn seine engagierten Reden stehen in scharfem Kontrast zu seinen Enzykliken und anderen schriftlichen Äußerungen. Diese wurden offenkundig von Autoren formuliert, deren Überlegungen zur Ungleichheit von globalisierungskritischen Postulaten beeinflusst sind, wie sie uns Karl Marx schon vor 150 Jahren geboten hat.[5]

Aber halt! Hat nicht der Kapitalismus den Marxismus besiegt? Richtig! Der Marxismus, wie er bis vor 25 Jahren von Kommunisten bei der Steuerung der Wirtschaft angewandt wurde, ist tot. Aber als eine Weltanschauung und als eine wirkungsvolle Art, Fragen zu stellen, deren Beantwortung den Leser und Zuhörer in die falsche Richtung weist, ist der Marxismus sehr lebendig. Im Westen glaubte man zeitweilig, dass mit der Implosion der Sowjetunion auch die Ideen ausgelöscht seien, die ihr zur Rechtfertigung dienten. Man nahm an, dass fortan Technologien und Wohltätigkeit den Armen helfen würden. Bei der Bewirtschaftung dieser Meinung hat man aber großzügig dem Marxismus und einer Weltanschauung den Boden bereitet, die Ungleichheit und Globalisierung kritisiert.[5]

Wenn man dem Papst zuhört, sind die meisten mit seinen Schlussfolgerungen fast einig. Wenn man aber die in seinem Namen geschriebenen Texte liest, stellt man fest, dass sie auf vier marxistischen Prämissen beruhen, die infrage gestellt werden müssen:

Die erste Prämisse behauptet, dass die Niederlage des Kapitalismus historisch vorbestimmt sei
Fie jüngste vom Papst verfasste Enzyklika Laudato si’ formuliert es sehr direkt: Der Kapitalismus sei "ein strukturell pervertiertes System aus kommerziellen Beziehungen und Besitz", das die armen Nationen und die künftigen Generationen um das beraube, was diese zum Überleben brauchten. Diese Kritik findet ihren Widerhall beim französischen Ökonomen Thomas Piketty. Er argumentiert, dass de Kapitalismus "willkürliche und untragbare Ungleichheiten auf mechanische Art produziere". Diese Einschätzung ist offenkundig von der marxistischen Idee genährt, dass ein marktwirtschaftliches System vorbestimmt weitverbreitete Armut provoziere und daher dem Untergang geweiht sei. Dies ist nicht nur eine eurozentristische und marxistische Einschätzung, die sich auf überkommene materielle Umstände des 19. Jahrhunderts bezieht, sondern es ist auch eine falsche Vorhersage.[5]

Die zweite Prämisse berührt den kulturellen Determinismus
Gier und Egoismus werden in allen päpstlichen Schriften zu Recht gebrandmarkt – seit 2008 besonders Gier und Egoismus im Finanzkapitalismus. Wer von Verstand würde da verneinen, dass wir tief greifende Reformen benötigen? Aber Globalisierung ist auch die Kultur der gegenseitigen Beziehungen und der Freiheit. Der gewaltlose Fall der Berliner Mauer war genauso wie die zuvor von Deng Xiao Ping in China durchgeführten Reformen ein Signal an alle, die in marxistisch beeinflussten oder sonst wie abgeschotteten Gesellschaften lebten. Ein Signal, dass wir unser eigenes Schicksal beeinflussen können, egal aus welchem Teil der Erde wir kommen. Plötzlich konnten wir uns vorstellen, dass unabhängig von unserer "Kultur" Wohlstand auf der Basis von übernommenen Produktionsmethoden entstehen kann; und dass der Widerspruch zwischen Wachstum und Gleichheit durch Gesetze gelöst werden kann, statt durch die "Diktatur des Proletariats", ob nun in Gestalt der Roten Khmer, des Leuchtenden Pfads oder der Castro-Brüder.[5]

Die dritte Prämisse erklärt, dass von den Einkünften aus dem Kapital nur die Reichen profitierten
Nicht wirklich! Die meisten der sogenannten armen Arbeiter in nichtwestlichen Ländern sind tatsächlich arme Unternehmer, die ausgebeutet werden, weil ihnen der Zugang zu den rechtlichen Mitteln verwehrt bleibt, die sie zur Sicherung von Einkünften benötigten. Aus Fallbeispielen im Nahen Osten, in Nordafrika und in Lateinamerika wissen wir, dass ungefähr 60 Prozent der Einkünfte der Armen aus Kapital stammen. Während beispielsweise in Ägypten 23 Millionen Bürger, die als Arbeiter gelten, im Jahr 2013 insgesamt 21 Milliarden Dollar an Löhnen bezogen, besaßen sie 360 Milliarden Dollar an nicht legalisiertem Kapital – also 17-mal mehr als die gesamte Lohnsumme.[5]

Als vierte Prämisse behauptet Marx, dass Kapital durch das Ausbeuten der Arbeitskraft entsteht
Heute wissen wir: Wert kann auch aus nichts durch die Kombination von kleinen unnützen Teilen einer Wirtschaft zu einem komplexeren Ganzen geschaffen werden. Je höher der Wert dieser Akkumulation ist, desto größer ist das Wachstum. Die Errungenschaften des Kapitalismus, etwa die unzähligen Vereinbarungen und Entwicklungen, die Technologien wie das Internet oder Systeme zur Flugnavigation ermöglicht haben, resultieren aus der Zusammenführung von Menschen und deren Eigentumsrechten. Jede erfolgreiche Zusammenführung schafft einen zusätzlichen Wert, der an verbrieften Eigentumsrechten festgemacht ist.[5]

Wir werden mit der Ungleichheit umzugehen lernen, die entsteht, weil jene, die den Marktbedürfnissen am besten entsprechen, belohnt werden
Die Globalisierung entspricht der industriellen Revolution des Westens im 19. Jahrhundert, die sich nun in den Entwicklungsländern und in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion ausbreitet. Also dort, wo 90 Prozent der Weltbevölkerung leben. Je früher wir das begreifen, desto rascher werden wir in der Lage sein, mit den Einkommenszuwächsen umzugehen. Sie stammen daher, dass Menschen von einer traditionellen, in sich geschlossenen und kleinteiligen Produktionsweise zu einer globalen Arbeitsteilung finden. Und wir werden mit der Ungleichheit umzugehen lernen, die entsteht, weil jene, die den Marktbedürfnissen am besten entsprechen, belohnt werden.[5]

Diese historische Transformation ist schmerzhaft und oft unfair, aber sie ist unschlagbar: Ob eine Geschäftstätigkeit klein oder groß ist, sie muss in großräumigen Märkten beweisen, dass sie prosperieren und überleben kann. Darum sind in den vergangenen 50 Jahren 170 Millionen Menschen aus den fragmentierten Märkten des Südens in die globalisierten Demokratien der USA und Europas gewandert. So ist das Rezept gegen die Ungleichheit nicht die Eingrenzung der Globalisierung. Vielmehr muss der Mehrheit der Weltbevölkerung ermöglicht werden, Eigentumsrechte zu erwerben, die auf Märkten gehandelt werden, sodass sie Kredite absichern können und als Kapital investierbar sind. Ausbeutung ist in erster Linie die Folge der tragischen Unterlassungen jener Reformer, die nach dem Zweiten Weltkrieg internationale Konventionen formulierten. Diese fußten auf Zielen wie einem soliden Geldwert, offenem Handel sowie klar definierten Standards. Die Reformer nahmen dabei an, dass Eigentums- und Vertragsrechte für die fünf Milliarden Armen dieser Welt wie Wildblumen wachsen würden. Das war ein Irrtum. Rechte sind Geschöpfe des Gesetzes, nicht der Natur.[5]

Bischof Klaus Küng zur Zuwanderung vieler Muslime: Christentum "verschlafen" (Apr.2017)

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Bischof DDr. Klaus Küng, St. Pölten[6]

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Küng: Christentum "verschlafen", ORF2-Teletext S.116, Ostersamstag, 15.04.17


Der 76-Jährige St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng in ORF-Teletext, Ostersamstag, 15.04.17:
Der St. Pöltner Bischof Küng spricht sich in der Flüchtlingsdebatte für eine europaweit gemeinsame Vorgangsweise aus. Es könne nicht sein, dass wenige Länder alles zu tragen haben, sagte Küng gegenüber dem ORF-NÖ (am Karfreitag, dem 14.4.2017[7]). Die vielen Auswanderer würden auch im eigenen Land fehlen. Zudem könne die geringe Kinderzahl in Österreich nicht nur durch Zuwanderung erhöht werden. Angesichts der Zuwanderung vieler Muslime sagt Bischof Klaus Küng: "Mir macht es schon große Sorge, das verschlafene Christen- tum. Wir müssen ein bisschen aufwachen. Ich meine das jetzt nicht aggressiv, sondern im Sinne der Vitalität."[7]

Interview vom Karfreitag, 14.4.2017 mit Fragestellung und Antworten von Bischof Küng:[7]
noe.ORF.at: Papst Franziskus hält auch daran fest, dass man gegenüber den Flüchtlingen und gegen jenen, die einwandern und zuwandern, ein Willkommens-Zeichen setzen soll. In der Politik gibt es größtenteils andere Signale. Wie gehen Sie damit um, wie sehen Sie das?

Küng: Ich glaube es ist richtig, dass man versucht europaweit gemeinsam vorzugehen. Es kann auch nicht sein, dass ein Land oder zwei Länder alles zu tragen haben. Das ist auch nicht verkraftbar, da kann man auch nicht helfen. Es braucht diese Gemeinsamkeit. Wenn die Leute überhaupt nichts zu essen haben und sie sehen im Fernsehen, wie gut es uns in Europa geht, dann kommen sie hierher. Das kann auch nicht die Lösung sein, sondern wir müssen ihnen dort helfen.

noe.ORF.at: Wie ist es aus Ihrer Sicht möglich, dass in unserer Gesellschaft, die auch sehr von christlichen Werten und Wurzeln geprägt ist, Flüchtlinge integriert werden?

Küng: Ich sehe da große Unterschiede und wage mir auch kein Allgemeinurteil zu. Ich erlebe schon auch Familien, die wirklich die Sprache lernen, die auch bemüht sind, sich hier zu integrieren. Ein anderes Problem ist, dass die Menschen oft im eigenen Land abgehen.[7]

noe.ORF.at: Aber denken Sie, dass sich unsere Gesellschaft und damit auch die christlichen Wurzeln, auf denen unsere Gesellschaft ruht, dann noch drastisch verändern werden? Etwa wenn andere Kulturen, zum Beispiel die muslimische Kultur, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch mehr an Bedeutung bei uns gewinnen?

Küng: Ich glaube, das ist eine große Herausforderung, aber auch eine gewisse Chance. Mir macht es schon große Sorge, das verschlafene Christentum. Wir müssen ein bisschen aufwachen. Ich meine das jetzt nicht aggressiv, sondern im Sinne der Vitalität.[7]

Respekt vor anderen ist wichtig für den Zusammenhalt einer Gesellschaft

Papst Franziskus: Meinungsfreiheit hat Grenzen, wenn sie religiöse Gefühle anderer verletzt

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Papst Franziskus: Jede Religion habe eine Würde,
und man könne sich darüber nicht lustig machen[8]


Beim Thema Meinungsfreiheit gibt es Grenzen für den Papst. Und zwar dann, wenn sie religiöse Gefühle anderer verletzt. "Viele Menschen ziehen über Religion her, das kann passieren, hat aber Grenzen", sagte Papst Franziskus im Jänner 2015 angesichts der Terroranschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo am 7.1.2015 auf dem Weg in die philippinische Hauptstadt Manila. Jede Religion habe eine Würde, und man könne sich darüber nicht lustig machen.

Um zu verdeutlichen, wo genau seine Grenze liegt, wurde der Papst deutlich. "Wenn Dr. Gasbarri (der Reiseorganisator des Papstes, Anm. der Redaktion), mein lieber Freund, meine Mama beleidigt, erwartet ihn ein Faustschlag", sagte Franziskus. Man könne den Glauben der anderen nicht herausfordern, beleidigen oder lächerlich machen, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa das Oberhaupt der Katholiken.

Das Oberhaupt der Katholiken betonte mit Blick auf die Anschläge islamistischer Attentäter auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen koscheren Supermarkt, dass man im Namen der Religion nicht töten dürfe. "Das, was gerade passiert, erstaunt uns. Aber denken wir immer an unsere Geschichte, wir haben große Religionskriege gehabt, denken Sie an die Bartholomäusnacht. Wir sind auch Sünder, aber man darf im Namen Gottes nicht töten."

Nach den Terroranschlägen sei die Sicherheit um ihn erhöht worden. Er mache sich Sorgen um die Gläubigen. Er selbst habe dagegen eine "gute Dosis Unbeschwertheit". Wenn ihm etwas zustoßen sollte, scherzte Franziskus, bitte er Gott, "dass sie mir nicht wehtun, denn ich bin nicht mutig, was Schmerz angeht".[8]

Dalai Lama: "Wir sind alle voneinander abhängig"

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Dalai Lama: Wir sind alle voneinander abhängig[9][10]

Der Aspekt der Terroranschläge in Paris auf das Satiremagazin Charlie Hebdo am 7.1.2015, dass Meinungsfreiheit Grenzen hat, wenn sie religiöse Gefühle anderer verletzt, ist beim Mainstream der Presseartikel und Meinungsäußerungen völlig zu kurz gekommen.

Nur Papst Franziskus und Medienexperte Mathias Kepplinger wiesen darauf hin: Meinungsfreiheit hat Grenzen, wenn sie religiöse Gefühle anderer verletzt.

Hut ab vor diesen wenigen eigenständigen Meinungen: "Satire darf nicht alles". Kurt Tucholski wird nach den Terroranschlägen in Paris auf das Satiremagazin Charlie Hebdo immer wieder zu Unrecht zitiert. Wer das nicht begreift, versteht nicht, was die Basis eines wertschätzenden konfliktfreien Zusammenlebens verschiedener Kulturen ist.

Fast könnte man das Gefühl haben, die große Masse sieht in kollektiver Blindheit nicht, worauf es wirklich ankommt: Wir sind alle voneinander abhängig (Dalai Lama)[9], siehe auch das Buch "Dalai Lama: Tag für Tag zur Mitte finden"[10].

Religion und Naturwissenschaften

Kirche langsam beim Verstehen der realen Welt: Erst 1992 rehabilitierte Rom Galileo Galilei

Der große italienische Mathematiker, Philosoph und Physiker Galileo Galilei.
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Erst 1992 rehabilitierte Johannes Paul II. den Wissenschaftler, der das Weltbild der Kirche umgestürzt hatte

Erst nach mehr als dreieinhalb Jahrhunderten machte der Vatikan dem einstigen Ketzer 1992 den Frieden
Mehr als dreieinhalb Jahrhunderte vergingen, bis der Papst Galileo Galilei erst 1992 rehabilitierte. Johannes Paul II. veranlasste die Prüfung des Falls. Doch es vergingen weitere zwölf Jahre, bis sich die Kirche schließlich entschuldigt.[11]

Die Mühlen der kirchlichen Justiz in Rom mahlen langsam. Mehr als dreieinhalb Jahrhunderte mussten vergehen, bis der Vatikan mit dem einstigen Ketzer Galileo Galilei 1992 seinen Frieden machen konnte. Jahre waren notwendig gewesen, um die Arbeit der von Papst Johannes Paul II. im November 1979 eingesetzten Kommission zu beenden, die den bekannten toskanischen Gelehrten aus Pisa rehabilitieren sollte. Karol Wojtyla nahm den 100. Geburtstag des genialen Albert Einstein zum Anlass, den „Fall Galileo“ überprüfen zu lassen. Was lange währt, wird endlich gut? Die späte Gerechtigkeit für Galilei ließ einige Fragen offen. „Merkwürdigerweise zeigte sich Galilei als aufrichtig Glaubender weitsichtiger als seine theologischen Gegner“, hält Johannes Paul II. in seiner historischen Wiedergutmachungsrede am 31. Oktober 1992 an der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften fest. Und er zitiert Galilei aus einem Brief: „Wenn schon die Schrift nicht irren kann, so können doch einige ihrer Erklärer und Deuter in verschiedener Form irren.“ Auch das wollte der polnische Papst aus der Welt schaffen, wenn auch nicht ganz: Enttäuscht waren manche darüber, dass Johannes Paul II. meinte, Galileis Richter hätten „in gutem Glauben“ gehandelt bei ihrem Prozess gegen ihn. Absolution also auch für die Inquisition?[11]

Geschichte vom Fall des "Kirchenlieblings" Galileo Galilei
Und worum ging es vor bald 400 Jahren? Galilei, der äußerst begabte Naturwissenschaftler, Mathematiker und Philosoph, Sohn eines Musikers aus einem pisanischen Patriziergeschlecht, begründete die moderne Astronomie. Mit einem von ihm selbst verbesserten Fernrohr aus Holland wies der begeisterte Astronom und Tüftler die Strukturen der Milchstraße und der Mondoberfläche nach, entdeckte die ersten vier Jupiter-Monde und widmete sich den Sonnenflecken. Das alles gefiel dem damals übermächtigen Vatikan sehr. Die päpstlichen Gelehrten schätzten ihn – bis der unbeirrbare Galilei das Weltbild der Kirche einstürzen ließ. Die glaubte noch, dass sich alles um die Erde drehe.[11]

Galilei (1564-1642) hatte es mit seinem intensiven Blick in das Sonnensystem geschafft, das wissenschaftlich zu beweisen, was von Nikolaus Kopernikus bereits 1514 als Theorie aufgestellt worden war: Die Sonne ist der Stern unseres Systems, um den sich alle Planeten drehen, also auch die Erde. Das heliozentrische Weltbild. Dieses schien gegen die Bibel zu stehen, ein Dominikanermönch denunzierte Galilei deshalb 1615. Das päpstliche Inquisitionsgericht verurteilte die Abkehr vom „ptolemäischen Weltbild“ als Irrtum, verbot Galilei die Verbreitung und setzte die Kopernikus-Schrift auf den Index. Doch der toskanische Astronom ließ nicht locker. Er studierte weiter das Sonnensystem und landete so zum entscheidenden Showdown vor Gericht.[11]

Galileo Galilei 1633: Die Erde ist eine Kugel und keine Scheibe und "Sie bewegt sich doch"
Diesmal brachten ihn die Jesuiten vor die vatikanische Justiz. Das Inquisitionsgericht urteilte 1633, er müsse abschwören. Offen ist, ob Galilei, zunächst zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die ihm abgetrotzte Abschwörung mit dem berühmten Spruch quittiert hatte: „Und sie (die Erde) bewegt sich doch!“. Immerhin war Papst Urban gnädig genug, die Haftstrafe in eine Art Hausarrest umzuwandeln: Der ketzerische Wissenschaftler wurde auf seinen Landsitz in Arcetri bei Florenz verbannt. 77-jährig starb der erblindete Spitzen-Physiker, der das Weltbild revolutioniert hatte, dort am 8. Januar 1642.[11]

„Jahrhunderte nach Galileis historischem Triumph“ wolle sich die Kirche also mit der Wissenschaft versöhnen, so meinte der „Corriere della Sera“ vor 20 Jahren ironisch. „Nie wieder ein Fall Galilei“, gefordert von Johannes Paul II., der Weltoffenheit und Weiterbildung erreichen wollte, bleibt eine Hoffnung. Auch ein Papst kann sich in derartigen Fragen schließlich irren. So wie Pius XII., der 1952 Darwins Evolutionstheorie nur als Hypothese gelten lassen wollte. Konflikte entstehen, wenn eine enge Auslegung der Heiligen Schrift mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen kollidiert. Kein Wunder, dass es Papst Benedikt XVI., diesem intellektuellen Theologen, vor allem dieses Spannungsfeld zwischen Glauben und Vernunft angetan hat.[11]

Papst Johannes Paul II. beauftragte 1980 die Akademie der Wissenschaften in Rom damit, den Fall Galilei aufzuarbeiten
Das Thema Galilei lag Papst Johannes Paul II. sichtlich am Herzen. Nur ein Jahr nach seiner Wahl, 1979, beauftragte er die Akademie der Wissenschaften in Rom damit, den Fall Galilei aufzuarbeiten. Dazu gründete er eine Kommission, bestehend aus Mathematikern, Physikern, Theologen, Philosophen und Historikern, die die vergangenen Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten sollten. Nach 13 Jahren Forschungsarbeit legte diese im Herbst 1992 den Abschlussbericht der Untersuchungen vor. Die Übergabe nutzte der Papst zu einer viel beachteten Rede vor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Die Verurteilung Galileis bezeichnete Johannes Paul II. darin als ein "tragisches gegenseitiges Unverständnis". Die Kirche habe sich geirrt, als sie am 22. Juni 1633 Galileo aufgrund seiner Lehre, die Erde drehe sich um die Sonne, verurteilte. Aber sie habe es in gutem Glauben getan: "Manche, die den Glauben verteidigen wollten, dachten, man müsse ernsthaft begründete historische Schlussfolgerungen abweisen", so der Papst. In der Folgezeit habe sich dadurch der Eindruck verfestigt, die Kirche würde jeglichen wissenschaftlichen Fortschritt ablehnen.[12]

Formelle Rehabilitierung Galileis am 2. November 1992
Aus diesem Grund war es Johannes Paul II. ein Anliegen, das "Misstrauen zu beseitigen, dass dieses Ereignis noch immer bei vielen gegen eine fruchtbare Zusammenarbeit von Glaube und Wissenschaft, von Kirche und Welt hervorruft". Gleichzeitig wies der Papst aber auch darauf hin, dass Galilei eine Mitschuld an seiner Verurteilung trug, weil er sich weigerte, seine wissenschaftlichen Theorien, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewiesen waren, nur als "wissenschaftliche Hypothesen" zu vertreten. Die Rede des Papstes sowie die anschließende formelle Rehabilitierung Galileis am 2. November 1992 gelten bis heute als Meilenstein im Verhältnis von Kirche und Wissenschaft. Erstmals hatte ein Papst in dieser Deutlichkeit betont, dass Glaube und Vernunft nicht als Gegensatz zu verstehen sind, sondern Überschneidungspunkte bieten. Auch Papst Benedikt XVI. hat sich im Laufe seines Pontifikats mehrfach mit dem Verhältnis von Glaube und Vernunft befasst, nicht zuletzt in seiner berühmt gewordenen Regensburger Rede.[12]

2009 würdigte der Vatikan Galileo Galilei sogar mit einer großen Messe
2009 schließlich, am 445. Geburtstag, würdigte der Vatikan Galileo Galilei sogar mit einer großen Messe. In seiner Predigt sagte der Präsident des Päpstlichen Kulturrates, Erzbischof Gianfranco Ravasi, Galilei habe Grenzen überschritten und neues Wissen erschlossen. Damit sei er für nachfolgende Wissenschaftlergenerationen ein Bindeglied zwischen Glauben und Wissenschaft.[12]

Hausaufgaben der Kirchenleitung in Naturwissenschaften, Psychologie & Gesellschaftswissenschaften

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Pfarrer & Familientherapeut
Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz,
Bildquelle:
Homepage von Manfred Hanglberger[13]
Die Religionen betrifft eine besondere Schuldproblematik, die vielen nicht bewusst ist: Die Religionen haben unter anderem die wichtige Aufgabe, den Menschen den Wert und Sinn der Welt und des Lebens zu erschlie­ßen. Sie können aber nur eine zeitgemäße Welt- und Lebenssinn-Deutung anbieten, wenn sie den ständigen Dialog mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften, der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften – also mit dem modernen Welt- und Menschenbild pflegen. Geschieht dies nicht, erscheinen viele Aussagen der Religionen für immer mehr Menschen als unzeitgemäß und überholt und damit als unglaubwürdig. Wenn aber die Sinn-Antworten der Religionen als unglaubwürdig erscheinen, dann verlieren auch ihre moralischen Forderungen an Überzeugungskraft und Autorität. Diese seelisch-geistigen Defizite verursachen Orientierungslosigkeit, Sinnlosigkeitsstimmung und in Folge davon verschärfte Tendenzen in Richtung Egoismus, Gewalttätigkeit und Entsolidarisierung. Vor allem fundamentalistische, faschistische und andere Gewalt verherrlichende Weltanschauungen und Religionen bekommen dadurch Auftrieb. Es ist die per­sönliche Überzeugung von Pfarrer Manfred Hanglberger[14], dass der Kommunismus und der Nationalsozialismus nur deshalb eine solche geistige und dann auch gesellschaftliche Macht entfalten und solche schrecklichen Zerstörungen anrichten konnten, weil ein Jahrhunderte währendes Sinn-Defizit in den christlichen Kulturen entstanden war, weil es hier keine überzeugende Welt- und Geschichtsinterpretation mehr gab. Und die tiefere Ursache dafür liegt meines Erachtens im mangelnden Dialog zwischen der Religion mit der „Welt“, also mit dem Entwicklungsprozess des Wissens über die Welt in allen ihren Bereichen.[14]

Zeitgemäße Glaubenslehre für naturwissenschaftliche & psychologische Dimensionen der Wirk­lichkeit fehlt:
So wie sie in der „Katholischen Soziallehre“ eine zeitgemäße, anerkannte, ja imponierende Glaubensbotschaft für die soziologische Dimension der Wirklichkeit entwickelt hat und diese regelmäßig weiterentwickelt, so müsste sie auch für die naturwissenschaftlich und für die psychologisch erforschbaren Dimensionen der Wirk­lichkeit eine zeitgemäße Glaubenslehre formulieren und diese ständig weiterentwickeln. Denn ein inkarnato­risch verstandener Glaube braucht den ständigen Dialog mit der Welt und ihren verschiedenen Wirklich­keitsaspekten. Nur so gibt es ein zeitgemäßes Glaubensverständnis, nur so gibt es ein zeitgemäßes Verständnis vom Wirken Gottes in der Welt, nur so kann eine zeitgemäße Gebetssprache entwickelt werden.[14]

Denn die Gotteskrise oder Glaubenskrise ist nach Überzeugung von Pfarrer Manfred Hanglberger[14] darin begründet, dass die Kirche in den Bereichen naturwissenschaftliches Weltbild und Psychodynamik des Menschen seit Jahrhunderten kein zeitgemäßes Verständnis vom Wirken Gottes formuliert hat – und die Gebetssprache der Kirche zum großen Teil ein völlig überholtes Verständnis vom Wirken Gottes in der Welt widerspiegelt, in dem sich ein großer Teil auch der gläubigen Menschen unserer Zeit nicht mehr wieder finden kann.[14]

Dringend wäre eine Enzyklika zum Thema Naturwissenschaftliches Weltbild und Christlicher Glaube
Und dringend wäre auch eine Enzyklika zum Thema Psychologie und Christlicher Glaube, nicht zuletzt, um auf diesen Ebenen dem Fundamentalismus in den Religionen gegenzusteuern. Viele suchende Menschen, die sich in diesen Bereichen nach Antworten umsehen, glauben bei der Esoterik (oder auch beim Buddhismus) fündig werden zu können, denn dort sind gerade diese Themen, die viele Menschen heute interessieren, sehr vielfältig behandelt. Während Jahrtausende lang die Naturerfahrung (in allen Religionen – auch im Christentum) eine der wichtigsten Quellen der Gotteserfahrung und der Spiritualität war (vgl. die Natur in den Psalmen und in den Gleichnissen Jesu), wurde sie seit dem Galileo-Konflikt für viele zu einer Quelle des Zweifels und des Misstrauens gegenüber dem christlichen Glauben.[14]

Wir brauchen dringend ein zeitgemäßes Glaubensverständnis vom Wirken Gottes in der Welt:

  • auch in der Welt der Natur
  • und in der Psyche des Menschen

Die Enzykliken dafür fehlen im April 2017. Die Hoffnung von Pfarrer Manfred Hanglberger[14] ist, dass dieses Defizit bald beseitigt wird. Man stelle sich vor, die Kirche hätte zu Fragen der Psychologie und des naturwissenschaftlichen Weltbildes Glaubensaussagen und Gebete, die eine ähnliche Wertschätzung, Überzeugungskraft und Wirkung hätten wie ihre „Katholische Soziallehre“. Die neue Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus[15], die viele alte und über Jahrhunderte vergessene Schätze der katholischen Glaubenslehre zum Verständnis der Natur als Schöpfung Gottes wieder hebt und für unsere Zeit aktualisiert, könnte eine ähnlich wichtige und anerkannte Bedeutung über die Kirche hinaus bekommen wie die „Kath. Soziallehre“![14]

Das Auseinanderfallen von Vernunft und Glaube: Beispiele & Folgen

Glaubenskrise – von der Kirchenleitung über mehrere Jahrhunderte verursacht:
Weil die Kirche die Erkenntnisse der Naturwissenschaften über die kosmische Ordnung der Erde und der Gestirne im Weltall ebenso ablehnte und unterdrückte wie später die Erkenntnisse über die Entstehung der Erde und des Menschen, fiel für die Gläubigen immer mehr Glaube und Vernunft auseinander und gerieten in einen unseligen Gegensatz zueinander.[16]

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Kirche & Welt in der Geschichte der Entwicklung der kirchlichen Glaubenskrise[17], Grafik von Pfarrer & Familientherapeut Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz

Beispiele für das Auseinanderfallen von Glaube und Vernunft:[16]

  • Die Erde ist im Vergleich zu den Sternen und zu manchen anderen Planeten eine sehr kleine Kugel
  • Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Weltalls, sondern dreht sich um die Sonne, die sich um das Zentrum der Milchstraße dreht, von denen es ca. 100 Mrd. im Weltall gibt
  • Es ist nicht auszuschließen, dass es auf Planeten, die sich um die anderen Sterne drehen, auch menschenähnliche Wesen mit Bewusstsein gibt
  • Der „Himmel“ Gottes ist nicht „oben“, „hinter den Sternen“ im Weltall. Die ungeheuren Weiten des Weltalls sind zum größten Teil leer, dunkel und extrem kalt.
  • Die Erde ist nicht vor wenigen Jahrtausenden von Gott direkt erschaffen worden, sondern ist aus dem Staub explodierter Riesensterne vor ca. 4,6 Mrd. Jahren entstanden.
  • Menschen sind nicht vor wenigen Jahrtausenden unmittelbar nach der Entstehung der Erde von Gott direkt erschaffen worden, sondern haben sich vor ca. 3 Mill. Jahren aus dem Tierreich entwickelt, wobei die Vorfahren der heute lebenden Menschenaffen, die vor ca. 7 Mill Jahren gelebt haben, auch die Vorfahren der Menschen sind.
  • Menschen und Tiere sind also nicht gleichzeitig direkt von Gott erschaffen worden. Es gab schon viele Hundert Millionen Jahre vor der Existenz der Menschen Tausende verschiedener Tierarten, die zum größten Teil ausgestorben sind. Und es gab zuvor die Vorläufer der Tiere, die Mikrolebewesen, die Einzeller und die ersten Urzellen vor ca. 3,7 Mrd. Jahren.
  • Der Wert des Lebens von Menschen und Tieren lässt sich nicht mehr so eindeutig unterscheiden, seitdem die Existenz von Bewusstsein auch bei Schimpansen nachweisbar ist. (Manche afrikanische Völker waren erschrocken, als europäische Missionare zu ihrer eigenen Nahrung auch Schimpansen jagten, während sie selbst dies wegen der Menschen-Ähnlichkeit dieser Tiere nicht taten).
  • Mit dem „Ende der Welt“ ist nicht in naher Zukunft und nicht in wenigen Jahrhunderten oder Jahrtausenden zu rechnen. Die Sonne kann vermutlich noch einige Milliarden Jahre Licht und Energie liefern. Eine Zerstörung der Erde durch die Menschen oder durch Naturkatastrophen wäre nicht das „Ende der Welt“ im religiösen Sinne und wäre nicht die im Glauben erhoffte „Vollendung der Welt“.[16]

Diese Erkenntnisse stellten den christlichen Glauben, der sich auf die von der Kirche wortwörtlich verstandenen biblischen Schöpfungserzählungen stützte, radikal in Frage. Da die Kirchenleitung nicht willens und in der Lage war, die biblischen Texte neu zu interpretieren, bzw. manche Aussagen dort als überholt zu betrachten, unterdrückte sie die Erkenntnisse der Wissenschaften und zwang die Gläubigen durch „Glaubensgehorsam“, durch Leseverbote („Index“) und Denkverbote („Glaubenszweifel sind Sünde“) und durch „Ketzerverfolgung“ (Folter und Tötung) an den überholten Glaubensvorstellungen festzuhalten.[16]

Folgen des Auseinanderfallens von Glaube und Vernunft:[16]

  • Aus dem kirchlichen Herrschafts- und Einflussbereich wird das wissenschaftliche Arbeiten und Publizieren vertrieben.
  • Die naturwissenschaftlich informierten Kreise machen sich über das Christentum und die Kirche immer mehr lustig und verachten oder bekämpfen sie.
  • Viele Gläubige bekommen Angst vor ihrem eigenen Denken, denn ihre Vernunft gerät in krassen Widerspruch zur den kirchlichen Lehraussagen. Die dadurch entstehenden Glaubenszweifel sind für manche sehr belastend und verwirrend.
  • Manche Gläubige gewöhnen sich an, ihren Verstand bei Glaubensthemen grundsätzlich auszuschalten. Sie erfahren sich dann aber hilflos gegenüber den Fragen ihrer Kinder und Enkelkinder und merken, dass sie ihren Glauben nicht mehr vermitteln können und die folgende Generation ungläubig zu werden droht. Manche Eltern und Großeltern leiden sehr unter dieser Erfahrung.
  • Der Verzicht auf eigenes kritisches Denken in Glaubensfragen führt zu geistiger Erstarrung in der Glaubensreflexion der Gläubigen und zu deren Unmündigkeit. Die Folge ist eine große Unsicherheit und bei vielen eine erschreckende Unwissenheit in Glaubensfragen.
  • Auf der unbewussten Ebene entstehen durch die Ausklammerung der Vernunft langfristig Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle, aber auch Aggressionen, die sich gegen die kirchlichen Autoritäten richten können, aber auch umgelenkt werden können auf Mitmenschen des Alltags oder auf gesellschaftliche Gruppen.
  • Wenn die Schöpfungstexte der Bibel wortwörtlich geglaubt werden, besteht die Gefahr, dass auch die überholten Texte des Alten Testamens, die Gott manchmal gewalttätig und grausam darstellen, bzw. in denen Gott grausames Verhalten von den Menschen fordert, wortwörtlich verstanden werden. Wenn Gott grausam ist, darf auch der Mensch grausam sein: Solch fundamentalistische Gläubigkeit neigt zur Unterstützung von diktatorischen Regierungssystemen, zu Intoleranz und zu extremer Strenge gegenüber Außenseitern, gegenüber Randgruppen der Gesellschaft und gegenüber Andersgläubigen. Von solchen fundamentalistisch Gläubigen wird Unterdrückung, Zwang und Gewaltanwendung stärker befürwortet als Dialog, Kompromiss und das Bemühen um Verständnis und ein friedliches Miteinander.[16]

Die Erklärungen zu einem positiven Verständnis von naturwissenschaftlichem Weltbild und christlichem Glauben in den Texten des Zweiten Vatikanischen Konzil (In „Gaudium et Spes“ 1965), in der Rede von Papst Johannes Paul II. 1979 im Kölner Dom und die Aussagen der Päpstlichen Akademie 1982 zur Evolution sind alle sehr allgemein. Eine differenzierte Darstellung des Verhältnisses der biblischen Aussagen und der entsprechenden kirchlichen Glaubenslehre zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen unserer Zeit hat niemals stattgefunden. Die dafür notwendigen Enzykliken fehlen ebenso die entsprechenden Änderungen der Gebetstexte. Man stelle sich vor, die Kirche hätte zu Fragen der Psychologie und des naturwissenschaftlichen Weltbildes Glaubensaussagen und Gebete, die eine ähnliche Wertschätzung, Überzeugungskraft und Wirkung hätten wie ihre „Katholische Soziallehre“. Leider sind aber in diesen Bereichen die Defizite beschämend. Und man stelle sich vor, die Theologie von „Gaudium et spes“, von „Redemptor hominis“, von „Sollicitudo rei socialis“ und von „Laudato si“ würde die Spiritualität unserer Gottesdienste prägen – würde dann auch der Gottesdienstbesuch so drastisch schwinden? Leider beten wir völlig anders (eher mittelalterlich) als eine zeitgemäße Glaubenslehre zu glauben lehrt. Wohl auch deshalb ist diese Glaubenslehre so wenig bekannt.[16]

Verantwortung der Religionen für Begrenzung des Bevölkerungswachstums

Noch 1974 verurteilten islamische Geistliche Geburtenkontrolle als indirekte Form der Abtreibung

Die meisten Ägypter sind gläubige Muslime oder Kopten, in allen Lebensbereichen ist die Religion gegenwärtig. Familienplanung wäre daher undenkbar ohne Unterstützung der ältesten und wichtigsten theologischen Instanz im sunnitischen Islam, der Azhar-Universität. Bei Veranstaltungen wie der in Sandyun fehlt selten ein Vertreter der Azhar, und nur zu gerne ergreift Sheikh Abd as-Salam al-Gawhari das Wort. Er ist Leiter des Instituts für islamische Rechtsgutachten und predigt mit donnernder Stimme, daß die Zuhörer im Saal kaum zu atmen wagen: „Natürlich darfst du verhüten! Wer Kinder produziert ohne Ende, vergreift sich an Gott. Der Islam schützt die Familie. Aber sie hat die Pflicht, nicht mehr Kinder in die Welt zu setzen, als sie ernähren kann.“[18]

In Sachen Familienplanung sind die Würdenträger der Azhar überaus aufgeschlossen. Das war nicht immer so; noch vor zwanzig Jahren verurteilten einflußreiche islamische Geistliche Geburtenkontrolle als eine indirekte Form der Abtreibung, als einen Eingriff in den Willen Gottes. Familienplanung galt als westliche Idee, als ein Versuch, die Araber und Muslime ihres Nachwuchses und damit ihrer Stärke zu berauben. Man witterte eine „imperialistische Verschwörung“ und glaubte: je mehr Kinder, um so mehr Arbeitskräfte, um so größer das Wirtschaftswachstum. Die für jeden Ägypter spürbaren Folgen der Bevölkerungsexplosion führten im Laufe der siebziger Jahre zu einem Umdenken. Die Azhar stellte sich den Realitäten und gründete 1985, nach erbittertem Widerstand konservativer Kleriker, ein Internationales Islamisches Zentrum für Bevölkerungsstudien. Heute ist dieses Zentrum theologischer Brain-Trust in Fragen der Familienplanung – nicht nur in Ägypten, in der gesamten islamischen Welt.[18]

1991 trafen sich islamische Gelehrte von Marokko bis Indonesien an der Azhar und diskutierten über Ethik und Bevölkerungsentwicklung. Ihr Fazit: Es gibt nicht eine Zeile im Koran, die Familienplanung verbieten würde. Die Anwendung von Verhütungsmitteln ist daher ausdrücklich erlaubt, verboten sind jedoch Sterilisation und Abtreibung – es sei denn, sie wären aus medizinischen Gründen erforderlich. Gemessen an der katholischen Kirche sind das geradezu revolutionäre Einsichten. „Wir wissen“, sagt dazu der Frauenarzt Gamal Abu Surur, Direktor des Internationalen Islamischen Zentrums für Bevölkerungsstudien, „daß der Prophet Mohammed den azl praktizierte, den Coitus interruptus. Es war zu seiner Zeit die einzige bekannte Form der Empfängnisverhütung.“ Folglich hätte der Prophet auch nichts gegen Pillen oder Kondome einzuwenden gehabt, wären sie damals schon erfunden gewesen.[18]

Die Haltung der Azhar nimmt radikalen islamischen Fundamentalisten, die ähnlich wie der Vatikan Schwangerschaft als Willen Gottes deuten, den Wind aus den Segeln. Nicht einmal in ihren Hochburgen in Oberägypten wagen sie, gegen Bevölkerungspolitik und Familienplanung Stimmung zu machen. Immer mehr Frauen erkennen die Zeichen der Zeit: Vor fünfzehn Jahren verwendete erst jede vierte verheiratete Ägypterin Verhütungsmittel, heute ist es bereits jede zweite. „In der nächsten und übernächsten Generation werden wir einen deutlichen Rückgang der Geburtenzahlen verzeichnen, erst in der Stadt, dann auf dem Land“, meint Aziza Hussein, die Leiterin der „Vereinigung für Familienplanung“ in Kairo. Die aristokratische Dame, Mitte Siebzig, kämpft seit einem halben Jahrhundert für Geburtenkontrolle: „Ein Thema wurde Familienplanung zum erstenmal in den dreißiger Jahren, und ganz allmählich änderte sich die Mentalität“, sagt sie.[18]

Erst Präsident Mubarak erklärte Familienplanung und Geburtenkontrolle zur nationalen Aufgabe. Aber die eigentliche Aufklärungsarbeit an Ort und Stelle leisten noch immer fast ausschließlich unabhängige Organisationen, die flexibler sind als die schwerfällige Bürokratie. Der Staat setzt vor allem auf Großprojekte und gab überdies grünes Licht für eine in Ägypten beispiellose Medienkampagne. Seit einigen Jahren laufen im Fernsehen und im Radio Familienserien und Werbespots, oft mit populären Schauspielern, die das Problem Überbevölkerung auch den ungebildeten Menschen nahebringen, den mehr als fünfzig Prozent Analphabeten im Land.[18]

„Wir haben erfolgreiche Arbeit geleistet“, lobt sich Mahir Mahran, Minister für Bevölkerung und Familienwohlfahrt. „Hätten wir in den letzten zwanzig Jahren keine aktive Familienplanung betrieben, würde es heute elf Millionen Ägypter mehr geben.“ Jedes Jahr erhält sein Ministerium dreißig Millionen Dollar Auslandshilfe, überwiegend aus den Vereinigten Staaten. „Damit finanzieren wir unser bislang ehrgeizigstes Projekt: Bis Ende des Jahres wollen wir es geschafft haben, unsere Verhütungsmittel größtenteils selber herzustellen. Am meisten nachgefragt wird die Spirale. Drei Millionen Spiralen – das ist unser Ziel bis Ende Dezember.“[18]

Kondome sind in Ägypten verpönt. Die Männer erwarten von ihren Frauen, daß sie verhüten. Andererseits kann eine Frau nur mit Einverständnis ihres Mannes verhüten. Und wenn der Mann es verlangt, muß die Frau sich verschleiern. Die Frauen im Gesundheitszentrum „Glückliche Kindheit“ finden das normal. Das Zentrum ist eine Zweigstelle der „Vereinigung für Familienplanung“ in Kairo im ärmlichen Stadtteil Sayyida Zaynab, unweit der Zitadelle. Finanziert wird es von der Amerikanischen Universität in Kairo. Das Zentrum bietet einen nahezu kostenlosen Gesundheitsdienst für Frauen und ermuntert sie, lesen und schreiben zu lernen, einen Beruf zu ergreifen. Die überwiegend verschleierten Frauen, die im Wartezimmer auf ihren Termin bei der Frauenärztin warten, reden mit der größten Unbefangenheit über Empfängnisverhütung. Die Pille sei ihr nicht bekommen, erzählt die 21jährige Hoda. Nun wolle sie sich eine Spirale einsetzen lassen. Die zwölf Frauen sind sich einig: Zwei Kinder wären ideal. Layla ist 41 und hat sieben Kinder. Viel zu viele, sagt sie. Jetzt will auch sie eine Spirale. Eine Freundin hat ihr kürzlich von Familienplanung erzählt.[18]

Papst: Katholiken müssen sich nicht "wie Karnickel" vermehren

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Papst Franziskus:
Katholiken müssen sich nicht "wie Karnickel" vermehren[19]
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Papst Franziskus: Katholiken müssen sich nicht "wie Karnickel" vermehren

Katholisch zu sein bedeutet nach Meinung von Papst Franziskus nicht, sich unkontrolliert fortzupflanzen. "Manche Menschen glauben - entschuldigen Sie den Ausdruck -, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen", sagte der Papst mit Bezug auf das Verbot von Verhütungsmitteln in der katholischen Kirche auf dem Rückflug von den Philippinen am Montag, dem 19.1.2015. Es gelte vielmehr das Prinzip der "verantwortungsbewussten Elternschaft", Eltern könnten die Zahl ihrer Kinder planen. Es gebe viele von der Kirche erlaubte Methoden, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den 78-Jährigen weiter. Darunter sei natürliche Familienplanung, bei der nach Beobachtung des Zyklus der Geschlechtsverkehr während des Eisprungs vermieden wird. Der Papst schilderte den Fall einer Frau, die er einmal getroffen habe: Sie sei mit ihrem achten Kind schwanger gewesen, nach sieben Kaiserschnitten. "Das ist verantwortungslos", sagte er. Die Frau habe gesagt, sie vertraue auf Gott. "Aber Gott gibt dir Methoden, verantwortungsvoll zu sein", so Franziskus. Dem Leben offen gegenüberzustehen, sei eine Voraussetzung für das Sakrament der Ehe, betonte Franziskus. Drei Kinder pro Ehepaar seien ideal.[19]

Nach der katholischen Lehre sind künstliche Verhütungsmittel wie Pille oder Kondom verboten. Viele Gläubige halten dies allerdings für veraltet. Auf einer Familiensynode in diesem Herbst soll das Thema Sexualität eine zentrale Rolle spielen.[19]

Verhütung: Röm.-Kath. Kirche verbietet 2015 immer noch Pille und Kondome

Viel zu spät lässt erst Papst Franziskus eine gewisse auch noch halbherzige Einsicht erkennen, die Problematik der Bevölkerungsexplosion mit ihren zerstörenden Folgen für die Erde zumindest ansatzweise zu verstehen: Katholiken müssten sich laut Papst Franziskus trotz Verboten nicht "wie Karnickel vermehren". Er kritisiert eine "ideologische Kolonialisierung" in Sachen Sexualmoral.[20]

Papst Franziskus wehrte sich jedoch auch noch 2015 gegen Kritik an der Position der katholischen Kirche in Verhütungsfragen. Die Ablehnung von Kondomen und der Antibabypille bedeutet nach Meinung des Kirchenoberhaupts nicht, sich unkontrolliert fortpflanzen zu müssen. "Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck –, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen", sagte der Papst auf dem Rückflug von den Philippinen am Montag. Es gelte vielmehr das Prinzip der "verantwortungsbewussten Elternschaft", Eltern könnten die Zahl ihrer Kinder planen. Es gebe viele von der Kirche erlaubte Methoden, sagte der 78-Jährige vor Journalisten. [20]

Auf den Philippinen und in Sri Lanka hatte Franziskus auch nochim Januar 2015 seine bisher entschiedenste Verteidigung der Enzyklika Humanae Vitae von 1968 vorgebracht, mit der Geburtenkontrolle durch künstliche Verhütungsmittel abgelehnt wird. Auf den Philippinen wird das Thema breit diskutiert. Die Regierung des Landes fördert die Verbreitung von Verhütungsmitteln, um so die hohe Geburtenrate zu senken. Den Schritt sieht sie als Mittel zur Armutsbekämpfung. Die katholische Kirche auf den Philippinen leistet gegen die Politik seit Jahren starken Widerstand. Franziskus betonte auf seinem Rückflug, dass es eine Voraussetzung für das Sakrament der Ehe sei, dem Leben offen gegenüberzustehen. Drei Kinder pro Ehepaar seien ideal.[20]

Auf der Pressekonferenz im Flugzeug kritisierte Franziskus, dass westliche Organisationen aus seiner Sicht versuchen, ihre Vorstellungen von Sexualmoral Entwicklungsländern aufzudrängen. Bei einem Treffen zur Familienpolitik im Vatikan hatten afrikanische Bischöfe kritisiert, dass Hilfsorganisationen ihre Unterstützung oft davon abhängig machen, dass das empfangende Land die Verteilung von Kondomen erlaubt und Homosexuelle nicht benachteiligt. Dazu sagte Franziskus: "Wenn Bedingungen von imperialen Kolonisierern verhängt werden, wollen sie, dass das Volk seine eigene Identität verliert und eine gleichförmige Masse entsteht. Das ist ideologische Kolonialisierung." Auf einer Familiensynode der katholischen Kirche in diesem Herbst soll das Thema Sexualität eine zentrale Rolle spielen.[20]

Nach seiner Asienreise will der Papst in diesem Jahr vor allem Entwicklungsländer in Südamerika und Afrika besuchen. Er hoffe, Ecuador, Bolivien und Paraguay sowie die Zentralafrikanische Republik und Uganda besuchen zu können, sagte das Kirchenoberhaupt. Die Reisen seien aber noch alle im Planungsstadium und noch sei nichts bestätigt. Fest stehe bisher nur eine Reise in drei US-Städte im September, bei der er den Missionar Junípero Serra heiligsprechen werde.[20]

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Kirchenfenster der Röm.-Kath. Kirche St. Nikolaus in Köln/Sülz-Klettenberg, abgerufen am 15.4.2017
  2. 2,0 2,1 Wikipedia: Weltreligion, abgerufen am 15.4.2017
  3. 3,0 3,1 Vatikan: Papst diagnostiziert der Kurie "spirituelles Alzheimer": Geschwätzig, eitel, schizophren: Das Oberhaupt der Katholiken hat die kirchliche Verwaltungsspitze in seiner Weihnachtsansprache in beispielloser Weise kritisiert, 22. Dezember 2014, ZEIT-Online
  4. Handlungsbedarf der Röm.Kath. Kirche, private Homepage eines Katholiken auf weebly.com, abgerufen am 15.4.2017
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 5,8 5,9 Der Papst irrt: In seiner Kapitalismuskritik hängt der Heilige Vater zu stark marxistischen Thesen an, Gastbeitrag von Hernando de Soto, einem peruanischen Ökonomen und Politikberater. De Soto war auch Gouverneur der Zentralbank Perus. Die Zeit, 3. Dezember 2015
  6. Bischof Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, Diözese St. Pölten, abgerufen am 15.4.2017
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Küng sorgt sich um „verschlafenes Christentum“, Bischof Klaus Küng im Interview ORF NÖ Chefredakteur Robert Ziegler (ORF Niederösterreich) am Karfreitag, dem 14.4.2017, auch ORF2-Teletext, Seite 116 am Ostersamstag, dem 15.4.2017
  8. 8,0 8,1 Meinungsfreiheit: Papst Franziskus zum Faustschlag bereit: Meinungsfreiheit habe Grenzen, so Franziskus. Und zwar dann, wenn sie religiöse Gefühle anderer verletzt, Die Zeit, 15. Januar 2015
  9. 9,0 9,1 Wir sind alle voneinander abhängig (Dalai Lama), GuteZitate.com, abgerufen am 24.1.2015
  10. 10,0 10,1 "Dalai Lama: Tag für Tag zur Mitte finden", Kurze inspirierende Texte voller Lebenserfahrung, Weisheit und Gelassenheit, die entdecken helfen, worauf es wirklich ankommt. Impulse für jeden Tag des Jahres, Taschenbuch, 15. Juni 2005
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 Späte Anerkennung: Vor 20 Jahren rehabilitierte Rom Galileo Galilei, Focus.de, 31.10.2012
  12. 12,0 12,1 12,2 Vor 20 Jahren rehabilitierte Johannes Paul II. Galileo Galilei "Tragisches gegenseitiges Unverständnis", Domradio.de, Marita Wagner und Andreas Laska, 31.10.2012, abgerufen am 15.4.2017
  13. Homepage von Pfarrer & Familientherapeut Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz, abgerufen am 14.5.2017
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 14,6 14,7 Pfarrer Manfred Hanglberger: Hat die Kirchenleitung ihre Hausaufgaben gemacht?, Pfarrer & Familientherapeut Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz, abgerufen am 15.4.2017
  15. Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, über die Sorge für das gemeinsame Haus, 18.6.2015, PDF.Datei mit 108 Seiten, 507 kB
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 16,5 16,6 Anaylytische Erklärung der Glaubenkrise von Pfarrer & Familientherapeut Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz, abgerufen am 14.5.2017
  17. Kirche & Welt in der Geschichte der Entwicklung der kirchlichen Glaubenskrise von Pfarrer & Familientherapeut Manfred Hanglberger, 93158 Teublitz, abgerufen am 14.5.2017
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 18,4 18,5 18,6 Im Namen des Propheten:Im übervölkerten Ägypten werben islamische Würdenträger für Familienplanung. Viele Kinder in die Welt zu setzen gilt als Vergehen gegen Gott, Zeit-Online, 5. August 1994
  19. 19,0 19,1 19,2 Papst: Katholiken müssen sich nicht "wie Karnickel" vermehren: Auf der Rückreise aus Asien spricht sich der Papst gegen unkontrolliertes Kinderkriegen aus, Kurier.at, 20.01.2015
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 Verhütung: Papst verteidigt Verbot von Pille und Kondom, Zeit-Online, 20. Januar 2015

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