Verkehr

Aus Nachhaltige Gesellschaft
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Verkehr ist die Bewegung von Personen, Gütern oder Nachrichten in einem definierten System.[1] Dabei werden Einheiten entlang von Kanten eines Netzwerks oder auf Routen einer Verkehrsinfrastruktur bewegt.[2]

Der Verkehr macht die räumliche Mobilität sichtbar und ist damit ein Teil von ihr. Durch Verkehr wird Mobilität erst möglich. Während aber die Sozialwissenschaft unter dem Stichwort Mobilität die Motive und Hintergründe des Verkehrs erforscht, ist mit dem Wort Verkehr eher eine ingenieurwissenschaftliche Sichtweise verbunden.[3]

Verkehr entsteht als Folge räumlicher Trennung menschlicher Bedürfnisse wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Bildung, Erholung, Tourismus etc. In der Regel werden Verkehrsmittel über eindeutig definierbare Verkehrswege geführt.

Car-Sharing

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ORF2-Teletext Sa 13.05.17: Extra-Anreize für Carsharing

Extra-Anreize für Carsharing in Deutschland ab 1.9.2017

Carsharing soll laut Information im ORF2-Teletext am Samstag, 13. Mai 2017 für Autofahrer in deutschen Städten attraktiver werden - mit Gratis-Parken und reservierten Stellflächen in begehrten Lagen. Die Länder können künftig darüber entscheiden, ob sie solche Anreize setzen. Das sieht ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz vor, das der Bundesrat am 12. Mai 2017 passieren ließ. Die Vorteile sollen für Fahrzeuge mit festen Stationen möglich sein, aber auch für Wagen, die an beliebigen Stellen abgeholt und geparkt werden können. In Kraft treten sollen die Regeln voraussichtlich am 1.September 2017.

Sonderkonditionen mit MEGA.Ticket bei Zipcar Austria GmbH – Carsharing in Linz (2017)

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Zipcar Classic Car-Sharing in Linz[4]


BesitzerInnen eines MEGA.Tickets der LINZ AG LINIEN erhalten das Jahresabo zum Preis von € 39,00 (statt € 60,00) und ein Fahrtenguthaben in der Höhe von € 10,00.[5]

Zipcar Classic ist in Linz eine clevere Wahl, wenn:

  • dir der Gedanke an monatliche Verpflichtungen ein Graus ist,
  • du nicht sicher bist, wie oft du fahren wirst,
  • du selbst zwar ein Auto hast, aber manchmal einen anderen fahrbaren Untersatz brauchst.[4]

Was kostet die Anmeldung?

  • Dein Jahresbeitrag in Höhe von 60 €.
  • Kein Depot
  • Keine monatlichen Beträge[4]

Was kostet das Fahren?

  • Je nach Fahrzeug-Kategorie kannst du ab 7/8 €/Stunde und 69/89 €/Tag (Opel Corsa/Skada Octavia) (jeden beliebigen Zeitraum von 24 Stunden) unter der Woche und 7-8 €/Stunde und 69-89 €/Tag von Freitag bis Sonntag fahren. Treibstoff, Versicherungen und bis zu 80 GRATIS-Kilometer sind inkludiert.[4]

Kann ich mein Produkt ändern?

  • Wenn du innerhalb der ersten drei Monate auf Zipcar Plus umsteigst, wird der Jahresbeitrag auf deinen ersten Beitragsmonat für das gewählte Produkt angerechnet.

Wie sieht es mit Mitbewohnern und Familie aus?

  • Nach deiner Anmeldung kannst du deinem Konto noch weitere Fahrer hinzufügen. Für sie gilt ein Jahresbeitrag von 25 €.[4]

Die nächsten ZipCar-Autos mit Eingabe seiner persönlichen Adresse findet man auf der Seite ZipCar-FindCars. In Linz befindet sich eine ZipCar-Station am Hauptbahnhof.

Mautgebühren für Kraftfahrzeuge

EU-Kommissarin Bulc will europaweite km-abhängige PKW-Maut

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Die Slowenin Violeta Bulc will das Maut-
Problem auf europäischer Ebene lösen[6]


EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc hat sich für die Einführung einer europaweiten PKW-Maut ausgesprochen. Am Sonntag, dem 25. Januar 2015 sagte Bulc der "Welt am Sonntag", es sei sinnvoll, "dass wir mittelfristig an einem europäischen System für LKW und PKW arbeiten, das die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren für alle EU-Länder einheitlich regeln könnte".

Die Höhe der Abgabe sollte sich, Bulcs Ansicht nach, "ausschließlich an der Zahl der gefahrenen Kilometer orientieren und nicht zeitabhängig sein". Dann zahle der PKW-Fahrer nur für die tatsächlich gefahrenen Kilometer und für Kosten, die er dabei verursacht, beispielsweise im Umweltbereich. Das sei fair, so Bulc weiter. "Egal, woher man kommt, jeder zahlt nur für die tatsächlich gefahrene Strecke, und es wird europaweit mit einem Gerät abgerechnet. Wir untersuchen solch eine Idee gerade."

Als Begründung für ihre Pläne führte die EU-Verkehrskommissarin an: "In Europa haben wir derzeit viele unterschiedliche Systeme und Lösungen bei der Straßennutzungsgebühr. Aus Sicht der PKW-Fahrer ist das eine Belastung und ein Mobilitätshindernis." Aufgrund neuer technologischer Entwicklungen bei der Sammlung und Vernetzung von Daten habe man heute "die Möglichkeit, neu zu denken".

EU-Maut soll an Staaten zurückfließen
Ob alle Mitgliedsländer künftig verpflichtet werden sollen, die neue, entfernungsabhängige Euro-Maut für PKW auch tatsächlich zu erheben, ließ die EU-Verkehrskommissarin aus Slowenien offen. Das müsste Brüssel mit den 28 Mitgliedstaaten der Union beraten. "Es gibt viele Optionen; eine Abgabe könnte verpflichtend sein, aber ebenso gut ist es möglich, dass sie optional ist, also dass die Länder selbst entscheiden, ob und auf welchen Straßen sie eine kilometerabhängige Straßennutzungsgebühr erheben wollen." Darüber werde die EU-Kommission "ausführlich" mit den Mitgliedstaaten sprechen, kündigte Bulc an.

"Wir werden in eineinhalb Jahren möglicherweise klarer sehen", sagte sie. Wichtig sei, "dass die Einnahmen aus der PKW-Straßennutzungsgebühr an die jeweiligen EU-Länder zurückfließen, die sie dann für den Bau und den Erhalt ihrer nationalen Infrastruktur einsetzen.

Rückschlag für Dobrindt im Bundesrat
Wie der "Spiegel" meldet, muss Dobrindt bei seinem wichtigsten Prestigeprojekt derweil einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Der Verkehrsausschuss des Bundesrats habe massive Vorbehalte gegen die PKW-Maut geltend gemacht. Mit vierzehn zu zwei Stimmen habe das Gremium eine entsprechende Stellungnahme verabschiedet. [6]

2018 kommt die digitale Autobahnvignette in Österreich

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Letztes Abkratzen der
Autobahn-Vignette im Januar 2018

Preis und Gültigkeit sind identisch mit der klassischen Variante. Der Kauf ist über die Homepage der Asfinag und eine Smartphone-App möglich. Ab 2018 ist endlich Schluss mit Kleben und Kratzen: Ab Dezember 2017 wird es für die Autobahnmaut auch eine digitale Vignette geben. Dafür muss das Bundesstraßen-Mautgesetz geändert werden, die entsprechende Novelle geht Ende Januar 2017 in Begutachtung. Die digitale Vignette wird gemeinsam mit dem Kennzeichen registriert.

Sie wird denselben Preis und dieselbe Gültigkeit wie die klassische Vignette haben. Der Kauf ist über die Homepage der Asfinag und eine Smartphone-App möglich. Der Verkauf der digitalen Vignette beginnt mit dem Verkauf der Jahresvignette 2018 am 1. Dezember 2017. "Wer nicht mehr auf der Windschutzscheibe kratzen und kleben will, hat nun eine bequeme Alternative. Die digitale Vignette bringt auch Vorteile für Wechselkennzeichenbesitzer, die zukünftig nur mehr eine digitale Vignette für ihre Fahrzeuge kaufen müssen", so Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) in einer Aussendung am Montag.[7]

Weitere Schritte zur km-abhängigen Maut und zur km-abhängigen Kerosinabgabe müssen folgen
Damit wäre der erste Schritt aus dem Mittelalter betreffend Autobahnmaut gemacht. Wie lange wird es wohl dauern, bis die Regierungspolitiker auch einsehen, dass auch diese Art der nicht km-abhängigen Maut noch immer nicht zeitgemäß ist. Warum soll ein Pensionist oder ein umweltbewusster Fahrer, der im Jahr 500 km auf der Autobahn fährt, gleich viel Maut bezahlen wie ein Geschäftsreisender mit 20000 Autobahn-km im Jahr? Ist das gerecht? Ist das umweltbewusst bzw. ökologisch? Was dabei in den Köpfen der ÖVP-SPÖ-Regierungspolitiker abläuft, ist wohl weder sozial noch umweltbewusst, oder? Auch im ansonsten sehr ambitionierten und ganz gut gelungenen Plan A von Bundeskanzler Christian Kern wurde leider auf die km-abhängige Maut vergessen. Weder das Wort Maut noch die Worte Vignette oder "ökologisch" kommen darin vor. Immerhin findet man auf Seite 120 von 146 folgendes Bekenntnis:
"Österreich will und muss seinen wichtigen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten"
Eine km-abhängige PKW-Autobahnmaut, wie das EU-Kommissarin Bulc fordert, wäre doch ein sehr sinnvoller Beitrag dazu, oder? Auch das Wort Kerosinabgabe findet man leider vergeblich im Plan A. Dabei ginge das auch durchwegs nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch in einem österreichischen Alleingang, wenn man die Kerosinabgabe z.B. verknüpft mit jeder Landung oder jedem Abflug in/aus Österreich abhängig von der-km-Distanz am Flugticket verrechnen würde. Vermutlich wäre auch eine nach Österreich abzuführende km-abhängige Kerosinabgabe für Flüge über Österreich durchsetzbar.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Hendrik Ammoser, Mirko Hoppe: Glossar Verkehrswesen und Verkehrswissenschaften (PDF; 1,3 MB), erschienen in der Reihe Diskussionsbeiträge aus dem Institut für Wirtschaft und Verkehr, Dresden 2006, ISSN 1433-626x .
  2. Helmut Nuhn, Markus Hesse: Verkehrsgeographie. Schöningh, Paderborn [u.a.] 2006, ISBN 3-8252-2687-5, S. 18.
  3. Claus J. Tully und Dirk Baier: Mobiler Alltag: Mobilität zwischen Option und Zwang: Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15103-7, S. 34, 39f.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 ZipCar Classic Linz, ZipCar Car-Sharing Linz, abgerufen am 13. Mai 2017
  5. MEGA-Vorteile mit der übertragbaren Jahresnetzkarte, Linz AG Linien, abgerufen am 13.5.2017
  6. 6,0 6,1 Einheitliche Abgabe: EU-Kommissarin Bulc will europaweite PKW-Maut: Die EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc macht sich für eine einheitliche Euro-Maut für PKW stark. Die Höhe der Abgabe sollte sich nur an der Zahl der gefahrenen Kilometer orientieren, DIE WELT, Christoph B. Schiltz, Brüssel, 25.1.2015
  7. 2018 kommt die digitale Autobahnvignette, Die Presse, 23.1.2017

Weblinks

Weiterführende Links & Feedback

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